voluntary simplicity …

… is a manifestation of the saturation of the consumer. with todays knowledge, it should have been quite obvious to us, that one day people can’t stand that permanent pressure to consume any longer. the »new reality« (aka »crisis«) is only the accelerator of an ongoing trend. life became too fast and too complex. people can’t hold the pace anymore. they desire for a clear life, for a good work-life-balance. so, a new middle market will emerge within the next few years with high quality and high-tech that is invisible, is magic. design will respond to this trends with new classics — clear shapes. the »new reality« accelerates this trend. thereover, with the available technologies a new segment will emerge: D2C, designers-to-consumers, that means designers will work directly for consumers and respond to their demands.

an article written for Gorenje LifeStyle Magazine by rudolf greger 2009

doing, not talking! oder?

   

es vergeht kaum ein tag, an dem ich nicht über ein neues buch, eine neue methode, ein neues canvas oder einen neuen toolkit erfahre, mit dem man neue services schaffen oder besonders innovativ sein kann. ist man daran interessiert (ich bin es), dann beschäftigt man sich eingehender damit, man kauft es vielleicht sogar und dann stellt man fest: viele gute beispiele, viele theorien, einige davon auch sehr gut umgesetzt. aber all das ist wirkungslos, wenn man es nicht ausübt! und das ist genau der punkt. was heisst ES ausüben? wohl kaum, bloß eine methode anwenden und sich dann, ob der vorbildlichen umsetzung vorgegebener spielregeln, auf die schulter zu klopfen, sich zu zunicken, dass man eine »designthinking-methode« (die es ja nicht gibt*) mustergültig benutzt hat und also großartig »kreativ« war.

doch es gibt nur ein kriterium das zählt: hat der nutzer jetzt, nachdem wir diese methode angewandt, jenes buch gelesen und dieses canvas ausgefüllt haben, ein wirklich besseres leben, eine bessere erfahrung, ein tolles erlebnis?

in den meisten fällen muss man diese frage mit »nein« beantworten.

die dinge, die »kreativen arbeiten« kommen nicht an, beim volk, an der basis, wie man so sagt. sie bleiben in der vision stecken, im management, im getriebe der »excel-organisationen«. es fehlt in den meisten fällen, nicht immer, am hands-on, am rasch umsetzen und ausprobieren, am prototypisieren. den meisten servicedesignern, und mit ihnen den sie engagierenden managern, geht es um den prozess: klar definiert, terminisiert und sauber absolviert.

fertig.
hakerl im excel-sheet.
nächster punkt.
was hat der nutzer — nein, auf den nutzer konzentriert man sich nicht, nur der kunde interessiert — was hat der kunde dazu gesagt?
schnell eine umfrage, bitte kreuzen sie an, zwanzig fragen, ihr gefühl zwischen null (nicht zufriedenstellend) und 10 (das war spitze) und dann sehen wir schon, dass wir 3,417% mehr zustimmung gewonnen haben. großartig! zufrieden und stolz auf die »kreative« leistung des managements durch »neues denken« lehnt sich die führungskraft zufrieden zurück.

ruft dann ein kunde beim hersteller an, wann denn die im moment nicht verfügbare ware lieferbar sei, dann weiß die dame am telefon nicht, dass es die ware grade nicht gibt, kann keine brauchbare antwort geben, kündigt auch nicht an, sich schlau zu machen und ruft natürlich keinesfalls zurück. schalterbeamte, oh, die gibt es ja nicht mehr, verkäufer an fahrkartenschaltern sind grießkrämig weil sie am feiertag hinterm schalter sitzen (müssen), betreuen kunden schlecht, weil sie nicht wissen, dass sie selbst in wahrheit schnäppchen-jäger sind** (sie sitzen hier und machen diesen job, weil es ihnen weniger kostet als wenn sie daheim arbeitslos säßen). aber die manager sagen es ihnen nicht. sie haben keine zeit, denn sie lesen gerade das nächste buch über methoden für innovative serviceentwicklung.

* siehe »die wahrheit über designthinking«, designthinkingtank.at
** jens corssen, »der selbstentwickler«

wie (ver)schaffen wir den einstieg ins designmanagement?

beim büchlein über designmanagement dachte ich darüber nach, wie ein einstieg ins thema gelingen kann: was will ich darüber wissen, wenn ich nix darüber weiß?

1. was ist es? das beantwortet unser credo. wir erklären, wie wir zu diesem credo kommen und erklären im folgenden die details rundherum.

2. wie soll das funktionieren, dieses designmanagement?

3. wie kann ich es als unternehmer nutzen? wir schlagen vor wie man es implementieren kann und welche schritte im folgenden unternommen werden sollen.

also wenn mich interessiert, was es ist, will ich auch wissen, wozu brauche ich es und wie mache ich es mir nutzbar. als überblick, die details stehen im großen werk.

der »appetitanreger für designmanagement« ist ein schneller einstieg ins thema.

entwerfen – to design

man fragt mich, wie kann man zwischen einzelnen designdisziplinen hin und her springen? warum ist man nicht auf eine einzige abonniert, voll konzentriert, spezialisiert?

für mich ist entwerfen mittel zum zweck. der zweck ist erkenntnis. diese erkenntnis gilt es zu teilen, mitzuteilen. durch texte & vorträge.

nachdem es primär um erkenntnis geht, die durch entwurfsarbeit zu erzielen ist, ist die entwurfstechnik, die designdisziplin irrelevant. die erkenntnis ergibt sich durch grafikdesign, industrial design, interaction design, servicedesign, webdesign, etc. kurz, durch gestalten.

wesentlich erscheint mir der dahinter liegende antrieb zu sein: eine verbesserung einer situation herbeizuführen. was besser ist, ist freilich zu diskutieren. einfacher ist besser.

design? design!

klar geht es um ästhetik. »never leave well enough alone« (loewy) – begnüge dich nicht mit ausreichend, mit mittelmaß, mit »passt eh« oder – falsch übersetzt und doch passend – häßlichkeit verkauft sich schlecht. strebe nach exzellenz in allem (steve jobs, tom peters).

aber ästhetik muss hier breiter verstanden werden. – schritt 1. ökonomisch: »the most beautiful curve is a rising sales graph« (loewy). – schritt 2. nicht bloß sichtbar, sondern auch erlebbar: experience der user, der nutzer (konsumenten, mitarbeiter, manager, chefs, etc.) – schritt 3. organisation – schritt 4. gesellschaft: der anthropologe sagt uns, der mensch existiert nur durch design, design sichert(e) ihm sein überleben.

design, das ist gestaltung mit dem verfügbaren, ein arbeiten vom ist zum soll, es ist effectual. der designer verbindet dann doch die punkte vorausschauend – zum wohle der nutzer.