Opportunitätskosten? mag ich nicht!

Ich hasse diese Opportunitätskosten: wenn man sich für eine Sache entscheidet, dann muss man eine andere aufgeben. Aber ich will alles. Ich will schreiben UND zeichnen UND mein Englisch verbessern UND alle Bücher lesen, die mir zufliegen (und natürlich auch die Blogposts, die Medium-Artikel, jene von FastCo, dann die aus den zahlreichen Newslettern) UND ich will die Projekte vorantreiben UND neue Dienstleistungen anbieten UND in Workshops, Seminaren oder Designjams Design-Wissen (Design-Thinking) vermitteln UND selbstverständlich will ich Vorträge darüber halten UND schließlich auch noch Neukunden gewinnen, dh. Telefonate führen und Gesprächstermine wahrnehmen UND dann wäre dann noch das gute Leben, mit regelmäßigen gemütlichen Gesprächen mit Freunden bei einer Tasse tee UND etwas Muße zum Nachdenken UND, ja, spazieren gehen wäre auch fein.

Dann kommt Einer und sagt: sie müssen priorisieren, der Tag hat auch für sie nur 24 Stunden. Das macht es ja ganz deutlich: Opportunitätskosten. Ich hasse sie.

Jetzt gilt es den Unternehmer herauszukehren. Welche Tätigkeiten bringen notwendiges Einkommen, welche sind bequem und bringen auch noch was und welche will man WIRKLICH tun? Das ist tagesabhängig, jahreszeitabhängig und situationsabhängig. Am liebsten würde man alles wissen (alles schon gelesen und verstanden haben), sich schon mit Texten und durch Vorträgen damit wichtig gemacht haben und dann gibt es eine Nachfrage vom Markt: Menschen interessieren sich für die Gedanken, die sich einer zu einer Problemstellung macht; Aussagen, die die Nachfrager weiterbringen, die ihnen auf die Sprünge helfen. Denen ist das etwas wert, weil sie ja sonst stecken bleiben würden. Das ist ein Einkommen.

Also gründete ich den Design-Thinking-Tankjetzt mit Bindestrichen geschrieben, wegen der besseren Lesbarkeit und auch wegen SEO (Suchmaschinenoptimierung). Der Design-Thinking-Tank versammelt solche Denker rund um den Designer und ermöglicht den Menschen bequemen Zugang zur anderen Denkweise, Design-Thinking (oder »lateral thinking«, wie man es auch nennen könnte, oder abduktives schließen), jedenfalls zu einer Denkweise, die durch Beobachtung und alternativer Vernetzung unterschiedlicher Wissensgebiete neue Zugänge zu Problemlösungen öffnet. Den Lösungsweg kann der Betroffene dann selbst beschreiten und seine Aufgabenstellung (auf Wunsch mit Anleitung der dtt-Scholars) bearbeiten. Das ist die beste Form »design thinking” zu lernen und es als »Werkzeug« zu benutzen.

Ja, wir werden nun unser Werkzeug erklären und dessen Gebrauch vermitteln. Letztlich kann es nur besser werden.

Der Design-Thinking-Tank vermittelt den Gebrauch des Werkzeugs »design thinking« und verhilft den Lernenden und auch mir zu einer günstigeren Opportunitätskosten-Kontrolle. Man kann mehr erledigen, muss weniger für anderes aufgeben und bringt was weiter, jedenfalls kommt man der Selbstverwirklichung wohl näher. Die Aufgabe lautet ja: das tun, was man wirklich will.

Mehr über den Design-Thinking-Tank und Kontaktaufnahme für ein Engagement findet man hier.

planen, oder nichtplanen, das ist hier die frage.

wenn man konkret arbeitet, dann taucht man in die arbeit ein, man vertieft sich, ist versunken.

anders ausgedrückt: man hat keinen überblick über all das andere, das für das projekt noch notwendig sein wird oder sein kann und über all die anderen projekte und über das noch zu erledigende insgesamt.

ich will den überblick behalten.

also suche ich immer diesen »helikopter-blick« zu bekommen. ich plane. dann beginne ich zu arbeiten. stoppe. plane wieder, was es noch zu tun wird geben.

aber statt all dem planen soll man doch konkret arbeiten? nur planen heisst nur träumen von den dingen, die einmal erledigt sind. also besser sofort zupacken, gleich nach dem ersten planungsschritt, man weiß ja ohnehin nicht, was bei der arbeit wirklich herauskommt, was die ausgangssituation für den nachfolgenden schritt sein wird, da kann man sich doch die planung der nachfolgenden schritte vorerst sparen.

so tauche ich sofort wieder in die konkrete arbeit ein, vertiefe mich, versinke in tätigkeit.

und bekomme schlechtes gewissen, ein ungutes gefühl, da ist noch so viel zu tun, so viel anderes offen, soviel, das noch zu bedenken ist.

und jetzt drängt es mich wieder in diesen helikopter.

das spiel beginnt von vorn.

es geht voran – eine kurze zwischenbemerkung

nachdem ich unlängst darüber schrieb, dass man bloß mutiger sein muss, und dabei die metapher mit dem umdrehen des spiegeleis strapazierte, erlaube ich mir einen bericht über meinen aktuellen fortschritt. es gelingt nicht immer, aber immer öfters. vorige woche noch zusammengeklappt (zu wenig schwung), aber diese woche erfolgreich gewendet. es ist so, wie ich es vermutete und worauf ich hinwies: man muss seinen mut zusammennehmen, beherzt das spiegelei in die luft befördern, die landung funktioniert (fast) immer. ich wünsche einen mutigen wochenstart.

manchmal

manchmal gehen einem die dinge, die man irgendwie schon gerne macht, nicht so leicht von der hand, wie man sich das wünscht. »es zaht se«, wie wir in wien sagen. die dinge entwickeln sich nur zäh. langwierig. langsam. mir fällt auf, das ist insbesondere dann der fall, wenn ich mir vornehme, nur eine gewisse anzahl von stunden (oder weniger) dafür zu brauchen oder wenn ich in völliger absenz realistischer zeitschätzung eine liste am montag-vormittag zu erledigender aufgaben erstelle, die ich am freitag vielleicht zu einem drittel abgearbeitet habe. in diesen momenten erscheinen die arbeiten zäh.
dann gibt es andere. da ist man tief drinnen, die dinge fliegen einem nur so von der hand, die gedanken fließen in reißenden strömen, die ideen bersten aus dem kopf aufs papier, der stift flitzt dahin, die tastatur glüht. dann sieht man auf die uhr in der meinung der halbe tag sei inzwischen um — aber nein, es war grade mal eine halbe oder ganze stunde. man kann sich also noch einiges vornehmen für den angebrochenen vormittag. und dann passiert das alte spiel — siehe oben.
mir scheint, das problem ist die selbstauferlegte zeitbeschränkung. man möchte in einer stunde fertig sein, man möchte bei tageslicht arbeiten. ja, das ist noch eine straf-verschärfung: die winterszeit mit ihren kurzen tagen. selbst wenn man sich übertölpelt und die uhr aus dem blick lässt, der raum wird einfach dunkel und mahnt, dass der tag zu ende geht — dabei ist es grade mal halbvier. auch das drängt zum endlich fertig werden und schon ist es passiert: die arbeit ist zäh.
aber im flow, also ohne uhr, da macht man das, wofür man im moment am besten zu gebrauchen ist. schnell. zügig. freudvoll. daher auch besonders gut. das heisst nicht, dass man die zähe arbeit nicht gut oder nicht gerne macht, es ist nur eben deutlich anstrengender die gewünschte qualität zu erzielen. schaffen tut man es schon.
ist das, was ich da beschreibe, nicht genau das, was man als »prokrastination« kennt? also, das weniger konzentrierte, aber um konzentration bemühte arbeiten, das sich-ablenken-lassen von im moment »interessanterem«? das kennt jeder, nicht wahr? es ist das los der wissensarbeiter. insbesondere der wissensarbeiter, denn die können sich so eine ablenkung leisten. erklärte uns doch schon peter drucker, dass man beim wissensarbeiter nur schwer sagen kann, ob er gerade arbeitet oder faulenzt. dazu kommt die (bereits häufig erlebte) möglichkeit, dass diese ablenkungen neue querverbindungen initiieren, die aus einem durchschnittlichen ergebnis ein geniales machen.
also gut, zäher projektfortschritt ist das los des wissensarbeiter und birgt die chance auf geniale ergebnisse (output auf neudeutsch).
frohes neues jahr.

metapher aus dem alltag

die projekte, sein leben, beherzt leben – mit mut.
es ist vergleichbar mit dem umdrehen eines spiegleis durch schupfen der pfanne. schupft man die pfanne vorsichtig und behutsam, bleibt das spiegelei halb in der pfanne liegen, klappt höchstens zusammen. schwingt man die pfanne etwas stärker aber zögerlich, hebt das ei ab und landet mitunter am pfannenrand und der dotter ist zerstört. man muss mit viel schwung, also mit mut und zuversicht, das ei zum fliegen bringen und dann, so meine theorie, es mit gefühl wieder einfangen. ja, das erfordert übung, aber, so stelle ich täglich fest, auch den mut es in die luft zu werfen.
obiger absatz entstand aus den erfahrungen der letzten monate: ich warf zögerlich. das ergebnis waren zerplatze eidotter, teilweise am pfannenrand gelandete  oder bloß zusammengeklappte spiegeleier. gestern dann, der erste absatz war schon vorgestern geschrieben, ein erster versuch mit etwas mehr mut und ich erlebte eine andeutung meiner erfolgstheorie. und heute – mit beherztem wurf, ich nahm all meinen mut zusammen ;-)) – flog das spiegelei-paar (es waren zwei eier in der pfanne) gute 30 cm über der pfanne, drehte sich perfekt und landete mit erstaunlich gut hörbarem klatsch in der pfanne. kein dotter wurde dabei verletzt, das spiegelei perfekt und ohne »klibber« (also kein ungestocktes eiweiß).
fazit: mehr mut! das erinnert mich an »if you wanna soar, you have to jump first.« (mit paragleitschirm, freilich).

jahresbeginn 2017

der moderne mensch, der mensch der gegenwart, macht keine neujahrsvorsätze mehr. er weiß, dass diese kaum länger als drei monate, vielfach deutlich weniger lang halten. so soll das hier in kürze erwähnte auch nicht als neujahrsvorsatz missverstanden werden, sondern als eine maßnahme aus der erkenntnis, die sich durch das arbeiten zwischen den feiertagen letzte woche ergeben hat.
ich nehme mir täglich nur ein thema vor, das wichtigste. das bearbeite ich mit aller präzision, bedacht, also in achtsamkeit, konzentriert und mit freude. und in der richtigen geschwindigkeit. das erscheint einem (mir) manchmal etwas langsam, aber es funktionierte sehr gut, letzte woche. nachdem die mehrheit aller geschäftstreibenden auf urlaub war, konnte ich mir in den letzten dezembertagen so eine langsamkeit erlauben. nach dieser einen täglichen »großen« tat, folgt eine weitere, weniger große, eher dringende arbeit, eine arbeit zu dingen, die man einmal ausprobieren will oder administratives. danach, nun ist doch erklecklich viel tagesenergie verbraucht worden, würde man kleinkram erledigen, zeug würde es heidegger heute nennen, adaptionen auf der website, löschen unbenötigter emails, papiere am schreibtisch ordnen, etc. man kann da auch gespräche führen und mit erhellenden diskussionen den tag beschließen.
aus der zeitmanagementtheorie übernehme ich die forderung, den nächsten tag am vortag zu planen und verknüpfe das mit einem gemütlichen ausklingen des arbeitstages. die briten wussten das wohl schon immer richtig einzuschätzen: mit einem fünf-uhr-tee soll ruhe in die managerseele einkehren. dabei überlegt man besonnen, was denn das wichtigste für den nächsten tag sei. bleibt noch zeit, dann kann man jetzt noch die fachliteratur bewältigen und entsprechende randbemerkungen notieren. fertig. feierabend. lesen.

das dilemma

es ist ein laufendes warten auf das bessere, statt einem freuen über das gegebene.

wir streben zum erfolg, dh. zum größeren erfolg. dabei vergessen wir häufig (sehr häufig, fast immer) uns über den erreichten erfolg gebührlich zu freuen. kaum haben wir das eine ziel mit bravour erreicht, haben wir schon das nächste im visier. keine zeit zum verschnaufen. schon gar keine zeit, um sich auf die schulter zu klopfen.
und klopfen zu lassen!
mir scheint, wir haben vergessen, dass wir auch lebensfroh sein sollen. ich glaube, wir müssen das wieder lernen. schleunigst! denn ansonsten steigt der stress und damit die anspannung, die wahrnehmung schränkt sich ein und die dinge werden … einfach. die einfache lösung hat es dann leicht mit uns. jene lösung, die nicht viel nachdenken erfordert, die ohne muse auskommt, denn diese zeit zur muse gibt es oft nicht mehr.

ein beispiel: kaum hat man den vortrag vollendet, verlässt man die bühne. der vortragende hat schon die nächste profilierungsaufgabe im visier. das publikum applaudiert mit begeisterung über den vortrag der leeren bühne.
sich bedanken lassen, sich feiern lassen, das müssen wir offensichtlich erst wieder lernen.
zum glück gibt es eine gruppe, von der wir es uns abschauen können: den schauspielern und musikern. die halten applaus aus, baden darin. das tut den protagonisten gut, aber auch dem publikum.

mir ist das aufgefallen bei der großartigen 10-jahres-jubiläumsfeier des scholariums. zehn jahre vergehen zum einen wie im flug. also kein grund für eine große feier, möge man meinen. auf der anderen seite waren es zehn jahre bestrebung zu und angebot einer modernen aufklärung. es war (und ist) keine aufklärerische ich-weiß-es-besser-vorgangsweise, sondern eine zum denken anregende. damit schärft sie das einzig nützliche werkzeug für unsere aufgabe unsere selbstverschuldete unmündigkeit zu überwinden: unseren verstand.
das jubiläumsfest zeigte mir, man muss ein ziel verfolgen, aber man soll auch zwischendurch den erfolg feiern. diese belobigungen sind ähnlich den kleinen stärkungen, die man während eines marathons zu sich nehmen muss, will man diesen erfolgreich und gesund beenden. ohne stärkung gelingt das kaum.

hat man das erkannt (und führt man es auch durch), dann hat man die kraft weiter am erfolg zu arbeiten. und man hat dann gelernt, sich auch über das gegebene, das bereits erreichte zu freuen und nicht nur nach dem nächsthöheren ziel zu schielen.

die ankündigung

immer wieder kündige ich hier an, dass ich ab nun regelmäßiger, dh. mutiger schreiben/veröffentlichen werde. die gedanken wollen raus und nun, ich kündigte es an, sollen sie auch raus. ungeschönt, so wie es kommt. ich kann und will sie nicht mehr zurückhalten.
das erinnert mich an die vielen ankündigungen der IT-welt. was hat man nicht alles angekündigt. wir nannten sie nur noch »die ankündigungsbranche«, weil man uns die wunderwelt versprach, aber die geräte es trotzdem nicht schafften. immer hieß es, wir müssten ein wenig warten, aber nächsten frühling, sommer, herbst, … dann kündigte man die nächste neuerung an. und wieder wurden wir enttäuscht. genau an diese zeit erinnert mich mein immer wiederkehrendes ankündigen zukünftiger veröffentlichungen — den vielen kleinen hier am weblog, den großen via amazon und co (die »6 sätze über design« zum beispiel). dabei muss man eingestehen: in der zwischenzeit liefert die IT-welt die wunder, die man uns in aussicht gestellt hat: das iPhone, das iPad, das surface-studio, die software-agents, die uns die flüge buchen und das wetter sagen, amazon echo ist auch so »ein wunder« und der lebensraum einiger science-fiction-filme beinahe realität (zumindest was den umgang mit geräten betrifft). das macht zuversichtlich. nach vielen jahren des wartens, realisieren sich die ankündigungen. vielleicht schaffe ich das auch und liefere nun das, was ich all die monate und jahre teils hier, teils unter freunden annonciert habe: die veröffentlichung der gedanken des designers über design, management, designmanagement und gesellschaft.
würde man die regelmäßig lesen wollen, so 300 bis 700 wörter täglich, 30 sekunden lesezeit? würde man einen newsletter oder einen rss-feed abonnieren? bitte sagen/schreiben Sie mir, verehrte leserin, verehrter leser, was Sie davon halten.

die ideen wollen in die welt

jetzt ist schon wieder geraume zeit vergangen, seit meinem letzten posting hier. und wieder fasse ich den entschluß, doch öfter zu posten. es ist nämlich so, erklärte mir eine freundesgruppe kürzlich, die ideen seien hier in unserer welt, versteckt, nicht sicht- und hörbar. aber sie wollen wahrgenommen werden. also suchen sie sich kanäle, damit die menschen ihrer gewahr werden. zum beispiel über blogpostings, aufsätze, buchveröffentlichungen, über ausstellungen und theateraufführungen, vorträge und philosophische diskussionsrunden. am liebsten ist es diesen ideen, wenn möglichst viele menschen von ihnen notiz nehmen, wenn also eine große öffentlichkeit erreicht wird. eine möglichst große. das heisst, das gespräch mit einem freund, die rede am stammtisch sind zwar gut, aber auf lange sicht zu wenig. diese ideen und gedanken suchen sich also menschen aus, von denen sie annehmen, dass sie imstande sind, sie zu verbreiten. mich zum beispiel. also drängen sie sich nun vor und in meinem gehirn und warten auf veröffentlichung. manche werden auch veröffentlicht, vorsichtig und scheu, bei vorträgen und in »g’scheiten diskussionen«, aber der große auftritt vor der weltöffentlichkeit 😉 bleibt ihnen oft verwehrt. das muss sich ändern, bedeuten sie mir. wenn ich sie nicht veröffentliche, dann suchen sie sich andere informationsverbreiter. das ist zum teil ja schon passiert. da wartet eine idee 3, 5, 10 jahre in meinem kopf, einige freunde kennen sie, aber die große verbreitung bleibt aus. ich publiziere sie nicht. kein fernsehauftritt, bei dem man sie vortragen kann, nicht einmal so ein blogposting. da suchte sich diese idee einen anderen weg in die welt. naja, was soll man machen. demnächst bekommt sie auch hier den verdienten raum.
ich werde nun also eine idee nach der anderen auf diesem weblog veröffentlichen. mit mut, wie ich in einem der nächsten posts erläutern werde. kurze texte, schnell zu lesen, als froher und anregender start in den tag oder als gedankenvoller (vielleicht) abschluß eines tages.

jetzt einmal ehrlich

es muss einmal offen gesagt (geschrieben) sein: ich bin unzufrieden! ich mache nicht exakt das, was ich machen will. — warum? was will ich denn tun? ich will schreiben. genaugenommen will ich meine meinung in die welt hinausprüllen und zustimmung dafür erhalten. — ja, zustimmung ist meine innere erwartung und vermutlich ist es auch die sorge über die ausbleibende zustimmung, die mich davon abhält die zahlreichen notizen und gedankenschnipsel (wie eben diesen hier) zu veröffentlichen. dazu kommt die befürchtung, dass die texte nicht immer sauber genug geschrieben sind, eher eine bessere formulierung für den stammtisch als ein text für das internet. dort könnte man darüber diskutieren, den gedanken verfeinern. das könnte man auch hier. besser sogar, weil man schreibt und daher präziser formulieren muss. allein wozu ins internet »rülpsen«, gemeinsam mit den tausenden anderen? — worüber will ich meine meinung äußern? freilich mehrheitlich über design, ein wenig über die gesellschaft und beobachtete verhaltensmuster der menschen, meine rückschlüsse dazu, auch über politik. design ist ja letztlich politik. man will das leben der menschen verbessern, zunächst durch gegenstände, dann durch prozesse, schließlich durch services und dann stellt man fest: es braucht die passenden rahmenbedingungen, sonst gelingt das nur sehr schwer. es braucht die passende politik. so gesehen wäre politik die höchste stufe der gestaltung, das neutrino des designs (oder was immer gerade das kleinste element, der baustein des universums ist). das dumme ist nur, dass kaum (keine?) gestalter derzeit am werk sind. doch das ist nicht thema dieses textes. es ist eines der themen, über die ich nachdenke, die anderen sind design, management, designmanagement, verhalten der nutzer und die gesellschaft allgemein, erkenntnisse aus diskussionen mit dem philosophen, dem ökonomen, dem anthropologen, etc.. — und wen interessiert es, was meinereins, ein designer, ein designthinker, so darüber denkt? soll ich die schnipsel in die welt schicken, diese kieselsteine (wie ich sie hier einmal nannte)? — vielleicht kann man mir ein zeichen mit einem like (gefällt mir) und einem share (teilen) geben? vielleicht im mittleren zweistelligen bereich? das würde mut machen, doch mehr dieser gedanken preiszugeben. ansonsten sind die papierschnipsel und notizen was für den nachlassverwalter, die kinder oder den müllschlucker.

warum schreiben? (2)

schon wieder.
diese frage quält einem.
mich.
ein gedanke, den man mitteilen will.
deshalb schreiben.
ist es, weil mir der stammtisch fehlt, wir modernen menschen den kaum mehr haben?

früher konnte man dort seine gedanken zum besten geben, sich bestätigen oder ihn zerstören lassen, zwei bier dazu trinken. heute schreibt man es in facebook, wenn es kurz ist, oder auf seinem blog, wenn es ausführlicher zu erklären notwendig erscheint.

der witz ist, (1) während dem denken ist es eine unheimlich wichtige erkenntnis, die möglichst viele menschen erreichen soll. Continue reading “warum schreiben? (2)”

übers bloggen 2016

kiesel2es besteht der plan regelmäßig zu bloggen, regelmäßiger als in der vergangenheit. ideen für postings gibt es viele — der designer platzt regelrecht vor gedankengängen zu aktuellen und weniger aktuellen themen. das ist also nicht der grund für die seltene publikation am blog. die unsicherheit besteht vielmehr darin, ob das gedachte und notierte jemanden interessiert. freilich, das kann man nie wissen und man würde es erfahren, wenn man die zugriffszahlen ansieht. doch bleibt dabei die frage offen: lesen die leute nicht, weil sie es nicht interessant finden oder weil sie es nicht auffinden?

es gilt also zu erraten, über welche themen die am design interessierten lesen wollen. das sollte für den designer ganz leicht herauszufinden sein, schließlich rühmt er sich der umfassenden empathie-fähigkeit, die er sogar in seminaren vermittelt. aber es ist ein unterschied zwischen für jemand anders zu forschen und für sich selbst forschen — »die kinder des schusters haben keine schuhe« ist ein spruch, der oft wahr ist. in vielen gewerken kann man das beobachten.

man muss die dinge systematisch angehen: einen themenpool schaffen und dann für diese themen statements darlegen. über die arbeit des designers, über stundensatz und management, über formtheorie und designprinzipien. über aktuelle moden und klassiker und über »das design« im allgemeinen. wer definiert es wie und warum? wäre dabei eine interessante fragestellung.

eine frage an die werten leser: welche themen soll der designer (aus der designperspektive) beleuchten?

bitte um reges feedback. dann kann öfters, mehrmals wöchentlich, täglich (?) gepostet werden.

vision & strategie. fantastisch, praktisch und schnell erfassbar.

ein fantastisches buch. – schnell zu lesen, guter einstieg, nützliche tools, um sofort zu starten!

fantastisch weil es auf den punkt bringt, was zahlreiche theorie-bücher über viele seiten ausbreiten. es ist genau das konzentrat, das der praktiker (auch pragmatiker) braucht, genau das, was einem einzelunternehmer nützt, ohne ihn mit langem lesen aufzuhalten. eine klare empfehlung für KMUs und EPUs aller gewerke und branchen, aber insbesondere für die mitglieder der »creative industries«.

das buch hat all die merkmale, die unsere zeit zu erzwingen scheint:

– kurze, prägnante information, also schnell zu lesen. in ein bis eineinhalb stunden hat man das buch locker gelesen. für die übungen nimmt man sich freilich deutlich länger zeit.

– eine klare, flüssige sprache, also leicht zu lesen, unterhaltsam.

– eine übersicht an nützlichen »werkzeugen«, mit denen sich der einzelunternehmer der thematik ohne großen ballast annähern kann.

würde jeder unternehmer zunächst damit (mit diesem buch und seinen empfehlungen) seine unterlagen vorbereiten und sich über seinen unternehmenszweck klarheit verschaffen, dann würden weit weniger unternehmer jahrelang herumwursteln. man wüsste, was man (im moment) beabsichtigt und daher verfolgen sollte. man weiß dann auch, dass man das bei der mindestens jährlich durchzuführenden strategieklausur jederzeit korrigieren kann. und man weiß, dass man nicht nur strategisch planen, sondern im alltag auch strategisch denken kann. das ergebnis: klarheit und flexibilität in der unternehmensführung.

es ist nicht gesagt, dass dieses buch (dieses wissen) einem vor dem scheitern schützt, aber es macht bewußt, woran man scheitern könnte und zwingt einen den tatsachen ins auge zu sehen. speziell für unternehmen der kreativwirtschaft gilt es farbe zu bekennen: bin ich künstler (und mache was mir gefällt) oder dienstleister (biete also dienste an, die menschen nachfragen).

das buch ist für alle EPUs und KMUs ein gewinn, ob klassische wirtschaft oder kreativwirtschaft. jeder dieser (angehenden und erfahrenen) unternehmer soll sich mit seiner strategie befassen. dieses buch macht es einem leicht.

klare kaufempfehlung.

(einzige kritik: die vormarkierten stellen. es wirkt als hätte ich es bereits gelesen und mit einem leuchtmarker wichtige stellen markiert. hatte ich aber nicht. das lenkte mich (besonders visuell veranlagt) stark beim lesen ab. außerdem erscheint es mir bevormundend, ich entscheide lieber selbst, was mir wichtig und unterstreichenswürdig erscheint. aber das ist vielleicht ein zugeständnis für die leser aus der kreativen welt, die ein bißchen unterstützung brauchen, die anderen wird es nicht stören, daher kein punkteabzug. das buch ist kurz und knapp, gut zu lesen, das hätte ein kreativer auch ohne markierungen schaffen müssen.)

im übrigen bin ich der meinung, dass designen zentraler bestandteil jeder unternehmensstrategie sein muss. (aber das ist ein anderes buch ;-))

effizienz

es scheint so zu sein, dass eine sorgfältige tagesplanung mit definierten pausen und arbeitsphasen die 90 minuten nicht überschreiten wesentlich mehr output ermöglichen als das »dahin-arbeiten«, also eine aufgabe nach der anderen abarbeiten, dran zu bleiben, so lange es dauert. plötzlich ist mittag und mittag vorbei und die eine aufgabe ist noch immer in arbeit. war sie so aufwändig oder verleitet dieses »dahin-arbeiten« zum brodeln? ich werde es weiterhin untersuchen.

10. sept. 2015, do, 16:00–22:00

10. sept. 2015, do, 16:00–22:00

6 sätze über design (3)

konzentration ist gefragt.und eiserne disziplin.
das buch soll fertig werden und die gedanken damit geordnet sein.

also täglich um 5:00 aufstehen und schreiben. heute, war der erste tag dieses »neuen konzepts«. ich war müde. doch das schreiben, wenn ich zum schreiben kam (man muss erst wieder lesen, was alles bereits geschrieben ist), ist erfüllend und energetisierend. aber man muss wissen, was genau es zu schreiben gilt, man muss abends vorbereiten, was tagsdarauf morgens getippt werden soll.

nach den ersten eineinhalb stunden war ich hungrig und müde und missmutig.

nach dem kurzen frühstück voller tatendrang und begeistert. morgen geht es wieder los um 5:00.

6 sätze über design (2)

ein rückschlag. bei der heftigen überlegung, worin der unterschied zwischen einem designer und einem unternehmer besteht, kommt die schreibsoftware aus dem tritt und »hängt sich auf«. dummerweise schaffte es die speicherautomatik nicht die letzten paar minuten (sekunden? für mich waren es stunden) abzuspeichern. eine bereits verlorengeglaubte körperreaktion stellt sich ein, hitze durchströmt den körper, wut, enttäuschung – dann, der versuch zu erinnern was alles dabei war, das nun verloren scheint. keine chance. es wurde alles gesagt (d.h. geschrieben) und daher ist der kopf nun leer. ich bringe kaum noch einen halbsatz zusammen, dieser noch kurz vorhin strömenden gedanken. jetzt braucht es geduld. ich bin sicher, irgendwo drin in mir, finde ich es wieder.

doga do go.

image

es scheint so, als müsste man zunächst alle seine gedanken und ideen einzeln fixieren. jeder gedanke ein essay. dann, wenn ein stapel an papieren vorliegt, kann man diese gedanken in eine ordnung bringen. und dann erst, kann man den roten faden erkennen oder herausarbeiten, damit auch anderen den eigenen gedanken folgen können. manchmal habe ich den eindruck, der wunsch sich nicht zu wiederholen hemmt beim schreiben. mit diesem konzept könnte es gelingen, weil die einzelnen aufsätze einander ergänzen, sich gegenseitig zitieren, ein netz der überlegungen sichtbar wird. zu doga gibt es nun ein paar essays und ein paar skizzen.

deppert?

jeder ist zuweilen deppert.
mich eingeschlossen.
der mensch ist eigen-artig und steckt voller überraschungen.
damit umzugehen ist gar nicht so schwer.
du darfst nur nicht davon ausgehen, dass dein nächster logisch handelt, schon gar nicht entsprechend deiner eigenen logik.

rezension: würdigung der unternehmerethik

ein geniales büchlein!
ein motivator im (manchmal mühseligen) unternehmeralltag.
und eines der drei bücher, die ich auf die sprichwörtliche insel mitnehmen würde (die anderen sind peter druckers »the effective executive« und ayn rands »der streik«).

die autoren rahim taghizadegan, eugen-maria schulak und georg greutter beschreiben ein anderes, das wahre bild des unternehmers. eines umsichtigen, vorausschauenden, der gesellschaft dienen wollenden menschen. …

der unternehmer ist kein manager (obwohl er managt), der unterschied ist er besitzt. ein unternehmer schafft ein nachhaltiges unternehmen, damit er es seinen kindern weitergeben kann. das büchlein ist eine erfrischende alternative zur sozialromantik und zur politischen lüge, wonach die menschen vorm kapitalismus durch das »system« zu schützen sind, anstatt dass sie eigenverantwortung übernehmen. dieses büchlein zeigt, dass es ethisches unternehmertum gibt und klärt auf, dass es davon mehr gäbe, würden die politischen systeme das nicht massiv behindern.

ein empfehlung auch (insbesondere) für die gegner des freien unternehmertums. an diesen argumenten sollen sie die ihren messen. im besten sinne der wiener schule: möge dann das bessere argument gewinnen.

ein auszug, S. 70:
»[im alten ägypten] lastete der zehent schwer auf den schultern der menschen, die obrigkeit war deshalb verhasst. zehn prozent – da würde man heute von steueroase sprechen! […]. [heutzutage] werden steuersätze, für die man einst jeden könig gehängt hätte, als »selbstgewählt« erduldet.«

jetzt verstehe ich warum politiker im allgemeinen gegen die freie marktwirtschaft sind. ein unternehmen »staat« wäre in einer freien, einer wirklich freien marktwirtschaft längst zig-mal bankrott. es geht also gar nicht darum die mehrzahl der menschen (die weniger riskieren wollen und ihre arbeitsleistung gegen geld zur verfügung stellen) vor den angeblich bösen unternehmern (die minderheit, die persönliches hab und gut riskiert), die arbeitsleistung einkaufen (weil sie sonst nichts weiterbrächten) zu schützen — die unternehmer wissen genau, dass langfristig nur anständige kaufleute erfolgreich sind, dass »wirtschaft nur dann funktioniert, wenn sie in ethischer gesinnung betrieben wird.« (S. 45)

reden unsere »vertreter« also nur deshalb von der kapitalistischen bestie, weil es sich damit vorzüglich von der fratze des systems, der bürokratie, des staatsapparats ablenken lässt?

diese buch hellt auf, klärt und schärft unseren blick.

absolute kaufempfehlung!

denken & schreiben (& posten!)

das rezitieren, rezipieren, nachdenken, bedenken, überdenken der gedanken anderer und das stellung beziehen, meinung bilden und artikulieren ist entscheidend, um sich aus der selbstgewählten unmündigkeit eines bürgers des 21. jhdts zu befreien. es ist ein akt der wiederbelebung der aufklärung im kantschen sinn. es ist ein erkennen, dass demokratie, so wie sie heute gelebt wird, falsch verstanden wurde und zwangsläufig, wenn sie schon nicht zur diktatur wird, so im geringsten stark diktatorische züge annimmt, ja annehmen muss. wie sonst könnte ein gewählter vertreter seine konzepte realisieren? je größer die organisation, desto restriktiver wird seine führungshandlung sein müssen. dagegen je kleiner die einheit, desto freier, selbstverwirklichbarer und liberaler seine handlungen. es betrifft ja im kleinsten nur mehr einen selbst.
(na sowas, eine überlegung vom 4.11.2012!)

If you wait until you are ready, it is almost certainly too late.

seth godin

Give me six hours to chop down a tree and I will spend the first four sharpening the axe.

abraham lincoln (quelle)

das ist wohl der grund, warum wir (ich) vorträge und workshops erst in den letzten tagen vor der veranstaltung fertig stellen. wir schleifen unsere äxte (daten sammeln, gründe für die wissensvermittlung) und fällen dann erst den baum (erstellen der arbeitsunterlagen, der powerpoint-slides). – alles klar. 🙂

arbeit: lesen.

imagefür meine tätigkeit, meine arbeit (work, not labour) ist es notwendig zu lesen. interessanterweise anerkenne weder ich noch mein umfeld das als eine für die arbeit notwendige tätigkeit. mein umfeld meint, ich arbeite ja nicht, ich lese, und auch ich stelle nicht die zum lesen notwendige zeit zur verfügung, sondern nur rand- und lückenzeiten, zeiten, die kaum andere tätigkeiten zulassen, zb wartezeiten am flughafen, im bus, vorm termin, etc..
lesen fühlt sich oft nicht nach arbeiten an, es hat den geruch von kontemplation (vielleicht ist das gar nicht so falsch). dieses in die lücken quetschen lässt sich zum einen darauf zurückführen, dass wir gelernt haben effizient sein zu müssen und also (fast) jede lücke im tagesablauf mit notwendiger (und wertvoller) tätigkeit aufzufüllen haben – nur ja keinen zeitpunkt unproduktiv verstreichen lassen! lesen ist eine tätigkeit, die gut in solche lücken passt. also ist es ineffizient, so unsere schlußfolgerungen, zu anderen zeitpunkten zu lesen, wenn man auch »größere« dinge erledigen könnte, schreiben, zeichnen, den großen wurf entwickeln, …
das ist falsch!
lesen erfordert konzentration und ist essentiell für viele arbeiten. lesen – ergänzt durch schreiben und notizen machen – ist unendlich wertvoll und nützlich. quetscht man das lesen in die pausen und lücken des tages, so vernichtet man potential; außerdem lassen sich notizen und über das gelesene nachdenken schwierig in diesen lücken umsetzen. nicht, dass es unmöglich wäre, aber deutlich schwieriger und komplizierter als würde man zwei stunden am nachmittag dem lesen (mit notieren und reflektieren) widmen.
lesen ist »arbeit«, gehört zur arbeit, zur »work«.

warten auf den rechten moment?

man muss nicht warten, bis der geeignete augenblick kommt, man muss einfach handeln und es ist der geeignete moment.
      braucht es also bloß eine festgelegte routine, um sich dazu zu bringen, regelmäßig zu arbeiten?

wir sind geiseln unserer erlebnisse

wir sind geiseln unserer erlebnisse.

rudolf greger, 17.2.2014

für ein zufriedenes, ein glückliches leben müssen wir zumindest jene geiselnehmer identifizieren, die uns quälen. diese erkenntnis gepaart mit unserer vernunft befreit uns aus unserer haft und bildet den humus eines kooperativen zusammenlebens.

diese erlebnisse bilden WORMS: schlüsselerlebnisse – besser gesagt, erlebnismuster –, die bestimmte programme in uns aufrufen, die meistens heute im aktuellen umfeld völlig unpassend sind.

was hat das mit design zu tun?

die erkenntnis darüber erlaubt die veränderung. diese veränderung ist eine ausdrucksform von design, ist gestaltung. der designer ist trainiert darauf, handlungen zu beobachten, rückschlüsse daraus zu ziehen und strategien zur verbesserungen zu erdenken. die verbesserungen sind ein angebot an die nutzer, ein aufzeigen von alternativen. der designer trachtet danach, den menschen ein gutes leben zu ermöglichen. ja, das könnten die menschen auch selbst schaffen — wenn sie sich die zeit dafür nähmen, wenn sie ihre aufmerksamkeit darauf lenkten. aber das, diese pausen, »erlaubt« unsere gesellschaft heutzutage nicht, so meint man. 

lesen oder denken

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ich stelle soeben (frustriert) fest: ich kann mich an fast nichts mehr erinnern, was ich von und über adolf loos gelesen habe. also ganz konkret, die texte oder teile davon im detail. stimmungsmäßig kommt es einem bekannt vor. dabei habe ich alle artikel gelesen. vor über 20 jahren. und wenn ich heute in diese bücher sehe, dann ist es (nagut, beinahe) so, als läse ich die texte  das erste mal. wozu also lesen, wenn man das gelesene nicht akkurat parat hat? ja, beschäftigt man sich täglich damit, weiß man es. aber wer kann alles gelesene täglich anwenden?

jetzt könnte man natürlich, wie ich das neuerdings handhabe, relevant erscheinende textteile nicht nur im buch oder kindle markieren, sondern abtippen und abspeichern und auf diese weise leichter auffindbar machen. aber die erinnerung wird deshalb im laufe der zeit kaum weniger verblassen.

die schlußfolgerung: gelesenes macht etwas mit den eigene gedanken. aus. es beeinflusst die arbeit – das kann ich nachvollziehen, loos hat mich beeinflusst –, aber die gedanken loos’ kann ich kaum wiedergeben. es bleibt nur noch selbst zu denken. kein referenzieren mehr, sondern eigenes gedachtes anwenden. auch wenn das von vor 20 jahren gelesenen texten beeinflusst ist. der vater, der lehrer, der meister, sie alle haben einen beeinflusst und können auch nicht mehr nachgelesen und nur selten zitiert werden.

wir orientieren uns also an kant: »habe mut dich deines eigenen verstandes zu bedienen!«

na gut, so sei es. 🙂 

2 Grundmotive

Man schreibt aus zwei Grundmotiven: aus einem privaten Motiv (seine Gedanken ordnen) und einem politischen (andere informieren).

schreibt vilém flusser in »Die Schrift. Hat Schreiben Zukunft?« S.83; gibt es auch neu aufgelegt. ich sage, stimmt!

If you can’t explain it to a six year old, you don’t understand it yourself.

Albert Einstein

am tag der zitate (heute) dieses eine noch. das ist mein anspruch, wenn es darum geht service design und die power dahinter den potentiellen nutzern (allen unternehmern, die kunden haben) klar zu machen. ich verstehe es – fragt mich!

there is no elevator to success. you have to take the stairs.

der author ist unbekannt, aber die weisheit erkennt man immer wieder, wenn man meint, es müsste doch ganz leicht gehen. nur diesen einen stein der weisen finden oder jene abkürzung. aber nein, hartnäckig über die widerstände der gesellschaft klettern und aus den fehlern lernen. dazu gibt es ein schönes zitat von albert schweitzer.

ein aktuelles projekt zeigt mir das gerade wieder sehr anschaulich.

Success is not the key to happiness. Happiness is the key to success. If you love what you are doing, you will be successful.

Albert Schweitzer

volltrotteln gibt es in verschiedenen ausführungen: als autofahrer, als fußgänger, als radfahrer, als politiker, als … – derzeit jedenfalls in rauen mengen.