Wie erkenne ich meinen Wert?

23/05/2024

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Den ersten Schritt dafür hast du schon gemacht: Du hast eine Frage gestellt. Denn nur mit der ehrlichen Beantwortung der richtigen Fragen findet man auf seinen eigenen Weg zurück. Wie Susanne, die – nach Beantwortung meiner Fragen – ein neues Selbstwert-Bewusstsein entwickeln konnte. 

Nur weil jemand seine Arbeit gerne macht, heißt das ja nicht, dass er nicht dafür bezahlt werden sollte. Das ist das Dilemma von Susanne, knapp 60 Jahre alt. Sie ist einerseits Kunstschaffende, andererseits auch derzeit Lehrende an einer amerikanischen Universität. Diese Lehrtätigkeit läuft aber in Kürze aus und sie hat noch keine Ahnung, was sie danach machen sollte. Da sie selbst nicht recht weiterkam, wandte sie sich an mich.

Wir trafen einander online via Zoom. Als im Design-Thinking erfahrener Experte ist es meine Aufgabe, so viele Fragen wie nötig zu stellen, um den Kern des Problems herauszuschälen. Im Gespräch kreisten wir ihren Status quo ein: Was hatte Susanne vorher gemacht? Welche Aufgaben und Arbeiten bereiten ihr besondere Freude?

Ergebnisoffene Fragestellungen

Ich habe in Coachinggesprächen keine fixe Fragestruktur, sondern ich folge dem Gesprächsverlauf. Einziges Hilfsmittel: Die Fragewolke. Die ist aber nur für den Fall, dass das Gespräch ins Stocken geraten sollte. In dieser ergebnisoffenen Dialogsituation erfahre ich stets mehr, als ich erwarten kann.

So erzählte Susanne davon, dass sie sich mit dem Gedanken trägt, ein spezielles Archivprojekt, bei dem sie bereits in den USA federführend beteiligt war, für Wien zu adaptieren. Andererseits könne sie sich auch die Fortsetzung ihrer Karriere als Kunstschaffende vorstellen – aber mit 60? Dafür sei sie mittlerweile vielleicht viel zu alt, sagt sie.

Dem widersprach ich vehement: Das Alter ist keine Last, sondern ein Vorteil. Mit entsprechender Lebenserfahrung kann man in aller Regel fundierter (man könnte auch »weiser« sagen) handeln und sprechen.

Das machte ihr wieder Mut und es eröffnete ihr eine weitere Option: Sie ist zu einer Kunstkonferenz als Eröffnungsrednerin eingeladen worden. »Hoffentlich mit Honorar«, meine Frage. Keine Ahnung, darüber sei nicht gesprochen worden, sagte sie.

In unserem weiteren Dialog erkannte sie selbst nach und nach, welche großartigen Kompetenzen sie ihren Kunden oft unentgeltlich zur Verfügung stellt: Die Kombination aus Kunstschaffender und Historikerin ist einzigartig. Das müsste sie nur entsprechend herausstreichen: Dann ist kein Honorar ausgeschlossen!

Gestehe dir deine Kompetenzen ein

Deutlich zeigten sich für mich nun Muster: Welche Aktivitäten gefallen ihr mehr? Welche weniger? Ich sortierte diese (von ihr meist nur beiläufig erwähnten) Optionen und konfrontierte sie mit der von mir wahrgenommenen Wichtigkeit für sie. Jetzt sah sie kristallklar ihre wahre Priorität. Oder besser: Erst jetzt erlaubte sie sich, diese einzugestehen.

Ich ließ Susanne dann das bis jetzt Besprochene in ihren eigenen Worten wiederholen. Dabei erwähnte sie, dass sie ja in dem Archiv-Projekt als Freelancerin tätig sein könnte. Oha, das musste ich sofort korrigieren: Eine Person mit ihrem Fachwissen und ihrer Lebenserfahrung ist sicherlich kein Freelancer, der einem Projekt nur zuarbeitet. Sie ist vielmehr eine Konsulentin, die wertvollen Input für das Projekt liefert und deren Expertise entscheidend für die prosperierende Entwicklung ist.

Neues Selbstbild

Im ersten Coaching konnten wir somit zwei Kernthemen für Susanne identifizieren und auflösen:

  • Jede Leistung von jemanden ihres Kalibers – mit ihrer Kompetenz und ihrem Erfahrungsschatz – muss entsprechend honoriert werden.
  • Ihre Selbsteinschätzung wurde nach oben hin korrigiert. Hier sitzt uns keine Anfängerin gegenüber, sondern eine erfahrene und wissende Expertin.

So wie Susanne sich selbst jetzt mit völlig anderen Augen sieht und damit eine Fülle an neuen Perspektiven bekommen hat, kannst auch du dich neu orientieren. Als Businessdesign-Coach mache ich dir deinen wahren Kern sichtbar, gebe dir Kraft zur Selbstwahrnehmung, bin ich dein Spiegel zur Reflexion. Ich moderiere, inspiriere und motiviere dich.

Kostenlose Coachingprobe

Thomas, ein anderer Client, sagte unlängst, erst wenn man das Businessdesign-Coaching erlebt hat, erkennt man den eigentlichen Wert. Susanne nutzte dazu als Einstieg meine kostenlose Coaching-Probe: 90 Minuten, in denen ich als Reflexionsfläche für deine Gedanken, deine Ideen zur Verfügung stehe und wir gemeinsam feststellen, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.

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