Vom Designer zum Businessdesign-Coach: Jetzt ist es deutlich anders?

05/03/2024

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Als Designer wollte ich Objekte gestalten, die mich interessieren. Für mich. Weil ich gerne so ein Objekt gestalten wollte oder weil ich gerne eines hätte, das meinen Vorstellungen entspricht oder ganz einfach weil es ein luktrativer Auftrag wäre, der mir meinen Betrieb eine Weile sichern hilft, manchmal auch weil man mit der Marke des Auftraggebers prahlen könnte. Mein Interesse war es, als Gestalter tätig zu sein.

Als Businessdesign-Coach ist das diametral. Jetzt geht es nicht mehr um mich. Ich will andere dabei unterstützen erfolgreich zu sein. Ich habe Interesse dem Anderen, dem Selbstständigen, dem Unternehmer, dem Manager eine Erfolgsbasis zu verschaffen. Ich will mit diesen Personen diskutieren und eine Veränderung, eben eine Transformation ihrer selbst erzielen, damit sie effektiver, effizienter, »besser« werden (als sie vorher waren). So sie das wollen und nur soweit sie wollen.

Während als Designer und Design-Unternehmer meine Motivation aus meinem Inneren kam, kommt meine Motivation nun von außen.

Als Designer wollte ich letztlich designen, wie ich es mir vorstellte. Freilich mit ein paar Abstrichen, damit es auch zur Marke, zum Produktportfolio des Auftraggeber passt. Gerne auch ein paar Entgegenkommen auf Kosten der Form, damit die Konsumenten den Gegenstand besser benutzen können oder ihn besser verstehen. Weniger gerne, damit er auch billiger wird, aber natürlich muss die Sache zu einem akzeptablen Preis herstellbar sein. Besser mit Abstrichen billiger als gar nicht. Aber designen nach meiner Façon. Ich wollte das Objekt designen, damit ich es gemacht habe, damit es so aussieht, wie ich es für richtig halte, damit mein Leben besser wird. Wenn ich dann ein Produkt einer Art gestaltet hatte, dann war das fertig. Erledigt. Es gibt nun die Dusche für mich und ich habe sie designt oder massiv beeinflusst, fertig. Geschafft. Hakerl. Keine weitere Dusche mehr notwendig. Nicht, wenn sich an der Technik nichts geändert hat. Jährlich eine Kollektion entwerfen, nur damit es anders ist, das war niemals mein Interesse. Jedenfalls nicht als Gestalter. Als Design-Unternehmer schon, denn das nahm etwas Druck aus dem Akquiseprozess. Allerdings hat mich das vermutlich auch aufgerieben, mir die Freude am Unternehmertum und am Designen genommen.

Jetzt ist das anders. Fundamental anders! Das ist meine heutige Erkenntnis. Mein Interesse als Businessdesign-Coach liegt im Außen. Klar, gibt es da auch von innen getriebenes Design, aber da will ich meinen Prozess verbessern, damit die anderen ihr Ziel erreichen. Ich will mich an die unterschiedlichen Situationen meiner Gesprächspartner anpassen und dann meine Methoden anwenden, damit die ihre Situationen verbessern. Dem Ideal näher bringen. Das kann ich beliebig oft wiederholen. Das wird niemals langweilig. Ich bin einfach ein Transformator.

Wieso gelang bei GP die Akquise nicht? Weil wir potentielle Kunden ansprachen, denen wir etwas gestalten konnten, das wir gestalten wollten. Gebraucht haben die das nicht zwingend oder nicht insbesondere von uns.

Im Businessdesign-Coaching spreche ich potentielle Kunden an, weil ich ihnen nützlich sein kann, wie niemand anderer. Weil nur ich ihnen diese meine Vorgangsweise anbieten kann. Und es ist nicht genau diese Person, dieses Unternehmen, das mich interessiert, es ist die Tätigkeit, die Hilfe, die ich dieser Person, diesem Unternehmen anbieten kann, die ich ausüben will. Beratung, Diskussion, Erkenntnisgewinn. Nicht, weil ich es besser weiß, sondern weil ich eine gut geeignete Reflexionsfläche für diese Gesprächspartner wäre. Weil mein aus BWL-Sicht unorthodoxer Ansatz, eben Design-Thinking, die Sparringspartner anders inspiriert, weil ich ihre Gedanken moderiere und weil ich sie dann auch motiviere. Weil ich als Designer weiß, dass man etwas (hier den Prozess) designen kann, damit er besser funktioniert. DAS ist das Design hier, mein Designerinteresse.

Das ist dein Nutzen. »Im Gespräch passiert die Magie,« sagte einst Martin F und holt mich immer wieder, wenn er seine Gedanken »gechallengent« haben will. Damit er sich sicher ist, es richtig gedacht zu haben oder, falls nicht, damit er seine Überlegungen modifiziert.

Das kannst auch du nutzen. Wann immer du bereit bist, stehe ich dir gerne zur Verfügung.
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