Bericht aus dem Home-Office

15/04/2020

Austin Kleon schreibt in »Show your Work!«, die Leute wollen am Leben des Künstlers teilhaben, sie lieben es zu lesen woran man gerade arbeitet.
Na gut.
Ich nutzte den Home-Office-Zwang und gewöhnte mir, entsprechend meiner Anregung, eine Schreibgewohnheit an. Das hat verblüffend gut funktioniert.
Bis vor Ostern.
Die Osterfeiertage haben mich etwas lockerer werden lassen. Ich war abgelenkt. Die Osterzeit verbringt man mit seinen Liebsten – dieses Mal freilich vor dem Bildschirm – also gab es mehrere dieser virtuellen Treffen.
Und dann war ich auch von anderen Projekten abgelenkt.
Das musste auch sein – diese Krisenzeit erfordert mehr Design-Thinking als jede andere Zeit vorher. Man muss die Denkweise ausnutzen, man muss diese Vernetzungskraft anbieten und dafür einsetzen, den Leuten Kraft für die Überwindung des kommenden geben.

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Inspiriert von Dale Carnegies »How to Stop Worrying and Start Living« entwickelte ich ein Arbeitsblatt, dass Sie sich gerne herunterladen können.

2

Dafür musste ich mich mit Mailchimps Landingpages beschäftigen – lernen, wie man damit umgeht. Diese Landingpages gibt es nun für obiges Arbeitsblatt, aber auch für andere Dinge (siehe unten).

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Ich finalisierte meine Kurz-Biografie und aktualisierte Linkedin, Xing, Amazon und natürlich meine Mini-Webpage beim Österreichischen Gewerbeverein.

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Ich bereitete ein Design-Thinking-Abendgespräch vor – nein, eigentlich die Serie, denn das soll es ab nun (online, freilich) jede Woche geben. Wer Lust hat meldet sich gleich an – damit wir alle unsere Statements abgeben können und auch darüber diskutieren ist es auf sechs Personen eingeschränkt.

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Darüberhinaus überarbeitete ich meine Website. Das erforderte neues Bildmaterial, den Umgang mit Video lernen, Bilder bearbeiten und Filmschneiden lernen (das kommt noch). Alles Aktivitäten, die in den nächsten Woche höchst relevant sein werden, denn alle Workshops (und wir planen da einiges) werden ab nun online stattfinden. Das ist bequem für die Teilnehmer, spart Transportkosten (Geld und CO2) für die Teilnehmer und den Vortragenden, es ist spannend in der Produktion, erfordert aber auch eine Menge Vorbereitung – jedenfalls lernen wir alle enorm viel. Für Design-Thinking-Ausübende ist das das Wichtigste: Lernen heißt, Neues kennenlernen und erfahren und das wiederum erlaubt, Fragmente davon unorthodox neu zusammenzusetzen. Es ist der Treibstoff für die Synthese des Designens.

Apropos Designen –

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– der vierte Band der »6 Sätze über Design – Satz 3: Designen Verbessert das Leben der Menschen« ist in der Produktion und wird in den nächsten Wochen erscheinen. Wer sich dafür interessiert, kann sein Interesse bekunden und als Vorgeschmack ein Probekapitel herunterladen. Wenn Amazon mitspielt, gibt es eine Subskription auch für Paperback und Kindle, ansonsten biete ich Ihnen das via Gumroad und meiner Website an.

Das alles sind Dinge, von denen man oft meint, man könne sie "schnell" in der Früh erledigen. Aber dann dauert es immer deutlich länger als man zunächst ahnte. Aus einem kurzen Intermezzo ergibt sich ein geschäftiger Vormittag, danach sind die anderen Projekte zu bearbeiten, etc. und schon hat man die Schreibegewohnheit »ausnahmsweise« ausgelassen. Aus einmal (= keinmal) wird ein zweites Mal – spätestens da muss man einhaken; jetzt wird wieder geschrieben. Zum Glück gelingt das leicht, mit der eingangs erwähnten Methode, denn es sind ja nur 30 Minuten oder 50 Wörter. Das kann man immer herausknipsen aus einem Morgen.
Man muss es als erstes in der Früh machen.
Und man muss konsequent sein.
Zähneputzen schiebt man ja auch nicht auf.
Die anderen »wichtigen« Dinge (die oben beschriebenen Ablenkungen), die muss man für danach notieren – sie werden ohnehin nicht in der kurzen Zeit (und auch nicht in der längeren) fertig.
Also: zuerst die Gewohnheit, dann das Tageswerk.
Viel Vergnügen, viel Erfolg.

Achja, woran arbeite ich den nun aktuell: an einem neuen Büchlein »Appetitanreger für Design-Thinking«, eine Art inoffizielle Fortsetzung der How-to-Serie und des »Appetitanregers für Designmanagement«.


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Rudolf T. A. Greger

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