Immer wieder Neue Wege gehen!

17/04/2020

Gestern habe ich etwas für mich Befriedigendes gelesen. Austin Kleon meint, »Wenn du das Glück hast, alles gelernt zu haben, was es bei deiner Arbeit zu wissen gibt, solltest du den Kurs ändern und dir etwas Neues zum Lernen suchen, um voranzukommen.« (Kindle-Pos.892)
Angeblich hat das Picasso auch gemacht.
Und, bei aller Bescheidenheit, auch ich verhalte mich häufig so.

In vielen Fällen reicht es mir, wenn ich einen Erfolg zwei, drei mal reproduzieren kann, dann reizt mich das Neue. Ich will eine neue Technik lernen, eine neue Methodik anwenden, ein neues Training anbieten. Ich will wieder Schüler sein. Ich bin nicht interessiert daran, der »beste Zahnarzt, aber nur für Zahnimplantate, und am besten nur für jene der Marke XY« zu sein, das ist viiiieeeeel zu spezifisch und einschränkend. Es geht um die Breite, um das Neue.

Design-Thinking ist eine vernetzende Denkweise, daher braucht es Wissen aus allen möglichen Wissensgebieten. Fragmentarisches Wissen reicht für den Anfang auf jeden Fall aus. Die Vernetzung ist das Geheimnis, das »verbinden der Punkte«. Steve Jobs meinte in seiner Rede, diese Punkte kann man nur rückwärts verknüpfen (bei Minute 4:40).

Das geht auch vorwärts, zumindest kann man es absichtsvoll passieren lassen. Ich glaube, auch Jobs ließ es darauf ankommen und sammelte das Wissen in unterschiedlichen Feldern prophylaktisch, aber auch mit Kalkül zusammen. Man kann das steuern, sich die Wissensgebiete überlegt aussuchen. Im geringsten ist es die eigene Interessenslandschaft. Mit Angewandtem Design-Thinking erkennt man, welche Felder einmal Sinn machen könnten. Es ist eine Frage der Erfahrung. Dann entstehen daraus die richtigen Neuigkeiten. Das ist die Synthese, die der Designer, der Künstler, der Forscher, der Philosoph schafft.

Also muss man von Zeit zu Zeit einen eingegangenen Pfad verlassen, eine Routine sprengen, ein Wissensgebiet in der man es zur Meisterschaft (oder auch nur zur Gesellenschaft) geschafft hat, verlassen und sich mit Neuem beschäftigen.

Noch einmal Austin Kleon »Nur indem man altes Material entsorgt, kommt man weiter und findet etwas Besseres. Indem man alte Sachen wegwirft, schafft man Platz für Neues.« Man muss dabei nicht alles wegwerfen, man kann auch aufbauend sammeln. Als »Material« würde ich hier Tätigkeitsfelder bezeichnen. Heute hieße das, Online-Seminar statt Face-2-Face-Seminare.

Übrigens: nächste Woche findet wieder ein Design-Thinking-Abendgespräch statt. Anmelden und mitdiskutieren!

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Rudolf T. A. Greger

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