Der Designer – vielleicht ein Vorbild?

27/04/2020

»Warum nutzen Designer ihre Kraft nicht richtig?«, fragt uns Michael Leube immer wieder.

Rahim Taghizadegan sagte im letzten Salon zum Thema »Pandemie«: Die Pandemie war ein Schuss vor den Bug, eine Warnung, die ernst, aber gnädig war. »Man bedenke, eine Seuche, die Kinder verschont (!), aber schrecklich genug ist, um aufzuwachen, um sich zu besinnen.« Wir sollten daraus lernen! »Es genüge,« so Taghizadegan weiter, »wenn eine Minderheit lernt. Die wird dann als Vorbild fungieren.«

Die Minderheit – zumindest ein Teil dieser Minderheit – könnten wir Designer sein. Wir könnten uns nun mehr denn je stark machen für eine bessere Welt. Keine sozialistische und keine grün-diktatorische, das wäre zu vereinfacht (und missverstanden), sondern eine selbstbestimmte, vernünftige!

Anthropologie & Kapitalismus

Der Designer soll sich mit den menschlichen Mechanismen auskennen, soll wissen, wie wir Menschen wurden was wir sind – die Anthropologie ist die eine Quelle dafür.

Der Designer soll auch verstehen, wie Wirtschaft funktioniert, dieser fantastische Mechanismus, der die Armut verdrängt und Wohlstand schafft. Wirtschaft, die als Kapitalismus beschimpft wird, aber am Ende doch nur eine natürliche Ordnung ist, die der Mensch (wir sehen es gerade) mit Verve in Unordnung bringt. Warum macht er das? Das erklärt uns auch die Wirtschaft, der Kapitalismus, wenn man so will, nur eben nicht der Geld-, sondern der Wahlstimmenkapitalismus. Es sind vergleichbare Mechanismen. Wo lernen wir das? Bei der Verhaltensökonomie und bei der österreichischen Schule der Nationalökonomie. Der Designer soll sich mit Kapitalismus auseinandersetzen und nicht den Rattenfängern nachlaufen, denen von rechts gegenüber ist er meist ohnehin taub, denen von links sollte er genausowenig trauen.

Die Lehre vom Menschen zeigt die Lösung

Wenn man die Anthropologie als Ausgangspunkt nimmt, verschafft man sich einen Basis. Man versteht, wie der Mensch funktioniert. Man ahnt es, das reicht.

Wir akzeptieren, dass es in unseren Genen liegt, dass wir Fett und Zucker gierig aufnehmen und daher Fast-Food lieben. »Ein Mammut an jeder Straßenecke«, der Traum jedes Homo Sapiens. Alle, die kein Fett nahmen, sind damals, vor mehr als 10.000 Jahren ausgestorben.

Hat man das verstanden, geht man einen Schritt weiter und nähert sich der modernen Ökonomie. Mit dem Robinson-Beispiel. Das erklärt weitere Verhaltensmuster. Am Ende landet man bei Mises und seinen Nachfolgern (Hayek, Rothbart, Baader, Hoppe, Taghizadegan, etc.)

Gelegenheit

Wer den Anfang machen will und sich der Lehre vom Menschen annähern will, dem lege ich das Seminar »Was ist der Mensch ohne Design?«, ein erkenntnisreiches Seminar mit Dr. Michael Leube. Er ist jener, der uns Designer mahnt, unsere Kraft für die Probleme und Herausforderungen einzusetzen, nicht bloß zur Konsummaximierung. Der Mensch designt sich aus der Unbill heraus.

Gutes Design – vom Gegenstand bis zur Stadtplanung – muss auf den Menschen abgestimmt sein und ausprobiert werden. Dieses Seminar handelt vom guten Design. Melden Sie sich jetzt an.


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Rudolf T. A. Greger

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