Business Model Canvas endlich verstehen

13/05/2020

Kürzlich hielt ich einen Online-Workshop. Da habe ich eine Menge gelernt.

Zum einen, dass man bei einem Online-Workshop bei weitem weniger Feedback von den Teilnehmern bekommt als live (eigentlich eine Binsenweisheit und in der Theorie ist einem das klar, praktisch ist es dennoch der Hammer). Demnach muss man noch klarer erläutern, was die Teilnehmer machen sollen, vielleicht sogar nur theoretisch vortragen und sie dann einen halben Tag allein arbeiten lassen.

Zum zweiten, und das ist der eigentliche Punkt dieses Beitrags, die Leute haben 10 Jahre nach dem Vorstellen dieses Werkzeuges, noch immer keine Ahnung, wie das Business Model Canvas zu verwenden ist. Und das, obwohl sie bei der Eingangsfrage, »seid ihr mit dem Business Model Canvas (BMC) vertraut«, alle heftig nicken oder »Daumen hoch« (es war in Zoom) anzeigen.

Der gutmütige Facilitator (ich) glaubt das, nimmt das für bare Münze, und legt los. Wir legen den Taucheranzug an und leiten den BMC-Deep-Dive (C1) ein. Die erste Station ist das aktuelle Geschäftsmodell im BMC darzustellen. Plötzlich ist da die Frage, was soll in welches Feld geschrieben werden? Es braucht unbedingt eine Legende. Hallo? Ich dachte, wir sind alle engagierte, informierte Start-up-Entrepreneure. Jeder drittklassige Workshop erklärt doch die neun Bausteine des BMC und dann gibt es Personen aus dieser Start-up-Welt die eines der angesagtesten (gehyptesten) Tools nicht kennen?

An alle Leser, die jetzt auch etwas unsicher sind, man muss diese Business-Model-Generierung und seinen Bausteine nicht kennen. Es ist bei weitem keine Schande, wenn man das Werkzeug und seine Eigenschaften und Anwendung nicht kann. Aber dann sagt man auch nicht, dass man sich damit auskennt, dass es ohnehin nichts Neues ist und man sich nicht tief damit beschäftigen muss.

Viele scheiterten also bereits beim Darstellen des aktuellen Geschäftsmodells, jede weitere »Tauchaktivität« war damit obsolet. Mit anderen Unternehmern gelang das. Die wussten grob darüber Bescheid und waren bereit Variationen auszuprobieren. Zum Beispiel: Was passiert mit meinem Geschäftsmodell, wenn die Kunden nichts bezahlen würden, wer könnte die Kosten übernehmen. Welches andere Wertversprechen kann ich mit meinem Kapital noch anbieten, wenn ich nicht das aktuelle verkaufen will (oder kann). Oder ganz aktuell, was fällt mir ein, wenn die aktuellen Channels implodieren, wie kann ich informieren und liefern? Dazu kamen wir nicht.

Dazu kommt, Unternehmer mißverstehen noch immer die Funktion des BMC. Es dient nicht der Dokumentation des aktuellen Geschäftsmodells (das auch), sondern primär ist es ein Hilfsmittel, um herauszufinden, was man noch machen könnte. Es unterstützt mitunter auch dabei sein Flywheel zu entdecken.

Weil dem so ist und weil das nicht so sein soll, habe ich nun beschlossen einen Kommentar oder eine Monografie zum BMC herauszugeben. Ein schmales Bändchen, eher ein Heft, das auf einfache und anschauliche Weise darstellt, was das BMC ist und wie man es anwendet. Das Modell ist so einfach und wirkt so schnell nutzbar, dass es noch immer (es ist 10 Jahre alt!) falsch angewandt wird.

Der Designer kann erklären wie Design-Thinking funktioniert, weil er es erlebt hat, weil er es seit über 30 Jahren macht. Er hat es nicht nur gelesen oder einen Wochenend- oder Quartalskurs besucht, er hat es in freier Wildbahn angewandt, in der echten Wirtschaft.

Jetzt fasse ich meine Sichtweise auf das BMC zusammen, mit der Absicht eine deutlich größere Nutzerschaft zu generieren und zu erreichen; jeder Manager soll das Werkzeug im Alltag nutzen können, nicht nur am Spielzeugseminar-Wochenende. Es ist ein Alltagswerkzeug zur Unternehmenssteuerung.

Wenn Sie daran interessiert sind rechtzeitig zum Erscheinungstermin informiert zu werden, dann melden Sie Ihr Interesse an. Sie erhalten Vorabkapitel zum Einlesen und Hilfsmittel zum Ausprobieren.

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Rudolf T. A. Greger

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