Anders gesehen, so könnte es auch sein.

21/03/2020

Im Moment liest man allerorts, welche negativen Auswirkungen die aktuelle Situation auf die Wirtschaft und auf unser aller Leben haben wird. Alle wollen erkennen, dass es Spitz auf Knopf steht und dass es schrecklich werden wird und dass wir froh sein können, dass auf die Schnelle Milliarden-Beträge locker gemacht werden, weil sonst würde es noch viel, viel düsterer sein.

Aber was ist, wenn wir es positiv denken? »Man muss ja sowieso denken, warum dann nicht gleich positiv«, ist ein Sprichwort, das mir vor ein paar Tagen untergekommen ist. Es ist ja reinste (und wildeste) Spekulation, was da passieren soll, und ein positives Ergebnis dieser Umwälzungen ist genauso plausibel.

Es könnte auch ein neues Wirtschaftswunder entstehen, ganz ohne Häuser-Zerstörung. Der Entzug macht den Genuß größer. Die Menschen wollen ihren Verzicht kompensieren, wollen feiern und fröhlich sein, Konzerte besuchen und Theater. Plötzlich werden eine Menge Künstler gebraucht, die diese Gier nach echter Unterhaltung stillen können.

Man wird auch erkennen, welche Investitionen notwendig gewesen wären und wird diese nun schleunigst nachholen: Glasfaserkabeln in jeden Haushalt (wie es seit Jahrzehnten versprochen wird), auch am Land eine gute Anbindung an die Informationsinfrastruktur. Neue Rechner, neue Software, bessere User-Interfaces werden gebraucht. Man erkannte in der Krise den Jammer mit dem aktuellen Angebot, die Schwierigkeiten der User, die nicht damit großgeworden sind. Plötzlich ist man sich dieser Notwendigkeit bewußt und plötzlich erkennt man, man braucht alle Arten von Designern: Industrial-Designer für die neuen Geräte, die Kommunikationsmaschinen, die Krankenhausausrüstung, die Alltagsgegenstände daheim, für alle die Dinge, die nicht optimal funktionierten in der Zeit der Separation; man braucht Branding und Grafikdesign, um die Qualität der Produkte zu markieren, damit die »neuen Konsumenten« besser entscheiden können; Informationsdesigner für bessere Orientierung und klarere Anweisungen; UX-Designer für besser Softwareinterfaces, Heerscharen von Informatikern zur Umsetzung der neuen Ideen; CX/Service-Designer und Design-Thinking-Coaches, damit Führungskräfte besser erkennen können, was die Kunden wirklich wünschen und brauchen. Damit man treffende Produkte anbietet und damit den Unternehmenserfolg wieder hochfahren kann. Denken wir es positiv.

Apropos, es gibt Design-Thinking-Coaching und Basisinformation darüber jetzt auch schon als Online-Variante. Sie müssen also nicht warten, denn die Zeit danach könnte auch schon »die Zeit währendessen« sein; neue Services, die jetzt und in den nächsten Wochen und Monaten gebraucht werden, sollen auch verständlich angeboten werden. Design-Thinking ist essentiell.

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Rudolf T. A. Greger

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