Welche Methode ist JETZT wirklich entscheidend?

25/03/2020

Im Moment sagen alle Berater und Coaches: genau jetzt (jetzt, in dieser Ausnahmezeit), jetzt wäre es das richtige Beratungsmodell. Jetzt hätten wir auch Zeit uns damit auseinanderzusetzen, also mit dem Thema des Beraters im Zusammenhang mit unserer Organisation. Aber ist es tatsächlich so, dass genau jetzt diese Vorgangsweise, und offensichtlich insbesondere diese (glaubt man den Ankündigungen diverser Berater), die beste Wirkung und Vorbereitung für danach hat? Und ist es tatsächlich so, dass wir genau jetzt alle so viel extra Zeit haben, um uns mit diesen Themen, die offenbar schon länger gelegen haben, weil sie niedriger priorisiert wurden, zu beschäftigen?

Wenn wir also glauben, dass es bestimmte Methoden in der Beraterszene gibt, die insbesondere jetzt anzuwenden sind und wenn wir meinen, wir hätten alle dieser Tage extra viel Zeit übrig, dann wäre die »Methode« der Wahl wohl … tada … Design-Thinking. Oder etwa nicht?

Im Moment brauchen wir einen klaren Kopf, eine straffe und sauber durchgeplante Vorgangsweise, ein Wasserfallprojekt, oder? Hilft uns da die Sprunghaftigkeit des Design-Thinking? Fast möchte man meinen, agiles Verhalten kann kein Nachteil sein. Wer schneller pivotet (also sein Geschäftsmodell schwenken kann), holt positiven Schwung aus der wirtschaftstrübenden Bewegung – quasi wie ein Judoka.

Jetzt könne man Neues ausprobieren und lernen, sagen die einen. Aber wieso konnte man das vorher nicht? Es heißt vermutlich, jetzt muss man Neues ausprobieren und schnell lernen. Doch nicht nach Design-Thinking-Lehrmeinung, sondern mit Design-Thinking-Erfahrung. Niemand will jetzt »fail early, fail often« hören, sondern als richtige Design-Thinker erkennen wir Kraft unserer Erfahrung, was wohl gelingen kann und welche Teilgebiete vernetzt werden sollen. Freilich nützen einem die Kreativitätstechniken, Brainstorming, Sechs-Hüte-Denken und das Impact-Effort-Diagramm.

Es ist wie ich schon in »Die Wahrheit über Design-Thinking« schrieb, wir brauchen die Kombination der beiden Denkweisen, die bringt uns vorwärts.

Mit einer kleinen Gruppe werden wir das heute Abend Zeit diskutieren, einfach zum Design-Thinking-Abendgespräch anmelden. Um 18:00 Uhr, 40 Minuten Gespräch im kleinen Kreis, auf Zoom.

Was sagen Sie dazu?

Rudolf T. A. Greger

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