Designarbeit

Die Arbeit im Design bringt es mit sich auch über die Designarbeit nachzudenken. Jüngste Gedanken dazu habe ich grade wieder veröffentlicht.

Die Denkweise der Designer wird völlig missverstanden und die Leistungsfähigkeit und ihr Nutzen verkannt. Man meint — in Europa — man müsste nur einen Prozess kennenlernen, um diese Designenergie zu nutzen. Die Amerikaner — sie benannten die Denkweise »Design-Thinking«, sie brachten es auf den Punkt, machten uns darauf aufmerksam und machten eine Mode daraus — wissen offenbar, dass man eine Denkweise (z.B. Design-Thinking) durch einen Prozess (und damit durch einen Vortrag, Seminar, Workshop) kennenlernen kann, damit man sie dann mit Hilfe eines Experten (z.B. eines Designers) anwendet. Nach einem Workshop versteht man, was ein Designer (dieser Experte für Design-Thinking) leistet und engagiert ihn. Man macht es in USA nicht selbst. Man weiß dort, dass es eine andere Denkweise ist, die man nun, nach diesem Seminar/Workshop/etc., besser versteht, also mit Hilfe des Experten besser einsetzen kann.

Das ist der große Fehler der alten Welt und der offenbare Unterschied zwischen USA (ich lasse es mir erklären und kaufe es dann zu) und Europa (ich lasse es mir erklären und meine es dann selbst tun zu können).

Wie man auch hierzulande diese Denkweise bequem kennenlernen und Design-Gesinnung entwickeln kann erfährt man beim Design-Thinking-Tank.

Design-Thinking und Think Design!

Unternehmen, so sagt(e) man, sollen Design-Thinking nutzen, um besser zu innovieren, um ihr Business zu entwickeln, um erfolgreicher zu sein.

Dem kann man zustimmen.

Man will schließlich nicht dem Schicksal von Xerox, Digital, Nokia, Sony, etc. folgen. Diese Unternehmen erkannten die Potentiale ihrer Arbeit nicht und konnte sie nicht auf die neuen Wünsche ihrer Kunden transferieren. Sie waren unfähig, »sich neu zu erfinden«*.

Wie konnten diese Firmen die Potentiale ihrer Ideen übersehen?

Weil Manager nicht denken wie Designer.

Man soll also Design-Thinking nutzen!

Aber nicht indem man erfolgreiche Denkweisen (die eigenen) ablegt, sondern die andere (die der Designer) auch nutzt.

Das Ergebnis sind bessere Services, sensiblere Wahrnehmung von Servicemängel und ein erhöhtes Bewußtsein über den Handlungsbedarf.

Aber wie — mit Design-Thinking?

Das hängt davon ab …

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