Ja, und …

Die Floskel »Ja, und …« zum »Kreativ sein« im Design-Thinking-Hype verhält sich genauso wie »Ich bin Max Mustermann, was kann ich für Sie tun« zum »Freundlich sein«:
Hohl.
Aufgesetzt.
Wirkungslos!
Wieder ein Hinweis für das Unverständnis tatsächlicher Design-Thinking-Immigrants.
Echte Design-Thinker (aka Designer, die Design-Thinking-Natives) debattieren heftig, verteidigen ihre Ideen durch Argumente und übertreffen sich auf diese Weise (man könnte fast meinen, sie streiten); jedenfalls treiben sie die Dinge voran, entdecken so Neues. Das Bessere.
Wir überlegen warum und wie Dinge, die nicht funktionieren sollten, trotzdem gelingen könnten. Herausfinden, was man tun müsste, damit es dennoch realisierbar ist, lautet unser Credo. Das ist das Trittbrett zur Innovation, der erfolgreichen, weil realisierten Idee. Dazu brauchen wir keine gestelzte künstliche Formulierung. Es reicht die persönliche Überzeugung, unser trainiertes Einfühlungsvermögen, das Wissen über verfügbare Technik und unsere Vorstellungskraft. Eben Designer sein.

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