rezension: würdigung der unternehmerethik

ein geniales büchlein!
ein motivator im (manchmal mühseligen) unternehmeralltag.
und eines der drei bücher, die ich auf die sprichwörtliche insel mitnehmen würde (die anderen sind peter druckers »the effective executive« und ayn rands »der streik«).

die autoren rahim taghizadegan, eugen-maria schulak und georg greutter beschreiben ein anderes, das wahre bild des unternehmers. eines umsichtigen, vorausschauenden, der gesellschaft dienen wollenden menschen. …

der unternehmer ist kein manager (obwohl er managt), der unterschied ist er besitzt. ein unternehmer schafft ein nachhaltiges unternehmen, damit er es seinen kindern weitergeben kann. das büchlein ist eine erfrischende alternative zur sozialromantik und zur politischen lüge, wonach die menschen vorm kapitalismus durch das »system« zu schützen sind, anstatt dass sie eigenverantwortung übernehmen. dieses büchlein zeigt, dass es ethisches unternehmertum gibt und klärt auf, dass es davon mehr gäbe, würden die politischen systeme das nicht massiv behindern.

ein empfehlung auch (insbesondere) für die gegner des freien unternehmertums. an diesen argumenten sollen sie die ihren messen. im besten sinne der wiener schule: möge dann das bessere argument gewinnen.

ein auszug, S. 70:
»[im alten ägypten] lastete der zehent schwer auf den schultern der menschen, die obrigkeit war deshalb verhasst. zehn prozent – da würde man heute von steueroase sprechen! […]. [heutzutage] werden steuersätze, für die man einst jeden könig gehängt hätte, als »selbstgewählt« erduldet.«

jetzt verstehe ich warum politiker im allgemeinen gegen die freie marktwirtschaft sind. ein unternehmen »staat« wäre in einer freien, einer wirklich freien marktwirtschaft längst zig-mal bankrott. es geht also gar nicht darum die mehrzahl der menschen (die weniger riskieren wollen und ihre arbeitsleistung gegen geld zur verfügung stellen) vor den angeblich bösen unternehmern (die minderheit, die persönliches hab und gut riskiert), die arbeitsleistung einkaufen (weil sie sonst nichts weiterbrächten) zu schützen — die unternehmer wissen genau, dass langfristig nur anständige kaufleute erfolgreich sind, dass »wirtschaft nur dann funktioniert, wenn sie in ethischer gesinnung betrieben wird.« (S. 45)

reden unsere »vertreter« also nur deshalb von der kapitalistischen bestie, weil es sich damit vorzüglich von der fratze des systems, der bürokratie, des staatsapparats ablenken lässt?

diese buch hellt auf, klärt und schärft unseren blick.

absolute kaufempfehlung!