wir sind geiseln unserer erlebnisse.

rudolf greger, 17.2.2014

für ein zufriedenes, ein glückliches leben müssen wir zumindest jene geiselnehmer identifizieren, die uns quälen. diese erkenntnis gepaart mit unserer vernunft befreit uns aus unserer haft und bildet den humus eines kooperativen zusammenlebens.

diese erlebnisse bilden WORMS: schlüsselerlebnisse – besser gesagt, erlebnismuster –, die bestimmte programme in uns aufrufen, die meistens heute im aktuellen umfeld völlig unpassend sind.

was hat das mit design zu tun?

die erkenntnis darüber erlaubt die veränderung. diese veränderung ist eine ausdrucksform von design, ist gestaltung. der designer ist trainiert darauf, handlungen zu beobachten, rückschlüsse daraus zu ziehen und strategien zur verbesserungen zu erdenken. die verbesserungen sind ein angebot an die nutzer, ein aufzeigen von alternativen. der designer trachtet danach, den menschen ein gutes leben zu ermöglichen. ja, das könnten die menschen auch selbst schaffen — wenn sie sich die zeit dafür nähmen, wenn sie ihre aufmerksamkeit darauf lenkten. aber das, diese pausen, »erlaubt« unsere gesellschaft heutzutage nicht, so meint man.