seien sie nicht nicht zufrieden! seien sie konstruktiv unzufrieden!
das heißt nicht, jammern! genießen sie jeden tag des lebens, aber erwarten sie, dass der nächste besser ist. und tun sie was dafür!

manfred winterheller

wer mit dem status quo nicht zufrieden ist, verbessert ihn. das ist der innovationstreiber: die konstruktive unzufriedenheit. designer sind oft mit dem status quo unzufrieden. sie streben danach, aus einer gegebenen situation eine gewünschte zu machen. 😉 das kann man sich zunutze machen.

je weniger geschriebene gesetze es gibt, und je allgemeiner und einfacher sie sind, desto besser sind sie. je mehr gesetze, desto mehr streit …

christian thomasus, 1655–1728


das klingt verfolgungswürdig!

seit einiger zeit beschäftige ich mich mit der sinnhaftigkeit von vorschriften. kann das funktionieren. je mehr regeln, so schein es, desto schwieriger wird es das system zu bändigen. jede regel erfordert eine (oder mehrere) korrekturregeln. das regelwerk unserer tage (in politik, der gesellschaft, wirtschaft) ist die moderne hydra.

die wiener schule erklärt uns (so scheint es mir), dass es am besten wäre, wenn sich das system selbst reguliert.

thoreau meinte (in den 1840ern), wir sollten nicht primär blind den gesetzen folgen, sondern wir sind nur unserem gewissen verpflichtet.

die bibel könnte ich nun auch noch als argument beanspruchen.

und dann sehe ich jenes zitat von thomasus aus dem 17. jhdt.(!): faszinierend.

ein-fachmann-sieht-nur-wenige-wege

ein fachmann sieht nur wenige wege, die zum ziel führen. ein blutiger anfänger hingegen sieht unendlich viele möglichkeiten

kobun chino otogawa (steve jobs’ zen-lehrer) sinngemäß aus:


melby, caleb: steves welt, S.54. hoffmann und campe verlag, hamburg, 2012

diese anmerkung des zen-meisters weist darauf hin, warum die »kultivierte naivität« des designers in der debatte mit dem manager nützlich ist.

vortragsserie des designforum vorarlberg: design by: Rudolf Greger »Design = Innovation für den Menschen«

Design ist nicht bloß die Hülle eines Objekts, es ist das Erlebnis des Gebrauchs eines Objekts oder des Inanspruchnehmens einer Dienstleistung.

Design ist ein Schlüsselfaktor für wirtschaftlichen Erfolg. In unserer Zeit mehr denn je. Steve Jobs sagte einmal: „Design ist die Seele des Produkts“. Warum das für Sie wichtig ist und wie Sie die Denkweise der Designer (design thinking) effektiv nutzen, erzählt Rudolf Greger in seinem Vortrag.

Seit 20 Jahren gestalten GP designpartners Produkte, die industriell hergestellt werden: Konsumgüter für Philips, Artweger und MAM, medizinische Produkte für Siemens, Medtrust und med-el, Investitionsgüter für Doppelmayr und sufag.

der vortrag fand am 19. april im designforum vorarlberg statt. nachhören kann man ihn online hier.